Mein R5 TS hat mich immer wieder in den Wahnsinn getrieben. Und ich habe ihn dennoch geliebt. Mitten auf der Kreuzung im Stuttgarter Berufsverkehr hatte ich plötzlich den Ganghebel in der Hand - auf dem Weg zu einem Vorstellungsgespräch. Ich mit Panzerband - ohne habe ich das Haus mit diesem Auto grundsätzlich nicht verlassen - unter die Kiste gekrochen, die Verbindungsstange zur Gangschaltung festgeklebt und es ging weiter. Auf die Frage, welche Hobbys ich denn hätte, konnte ich auf meine dreckigen Klamotten verweisen und mit "mein Auto" verweisen. Die Stelle hat man mir angeboten :-).
Was mich an dem Wagen immer wieder faszinierte: Wenn bei der Reparatur ein Werkzeug in den Motorraum fiel, kam es nie wieder zum Vorschein. So gesehen, hatte der Wagen einen günstigen Verbrauch: Ein bisserl Benzin und ab und zu einen Schraubendreher :-)
Nun gibt es ihn wieder - ist bereits bestellt und ich hoffe, ihn noch im August zu bekommen. Panzerband habe ich schon mal gekauft, man weiß ja nie 😀
Ich finde es lustig, dass der Herr Günzler für die Kältekammer immer so gekleidet ist, als ob er dort mindestens zwei Wochen überleben müsste. Und der R5 war ein geniales Auto. Allein schon seine Form war sehr modern. Er strahlt Charakter aus, bei bei den heutigen vom Windkanal in Einheitsform glattgeleckten Kisteen nicht mehr der Fall ist.
warum hier 75 Phon Innengeräusch kritisiert werden, obwohl nahezu alle getesteten anderen Autos höhere Werte aufwießen, erschließt sich mir nicht ganz...Trotzdem sind diese Tests mit Rainer Günzler tolle Zeitdokumente!👍😍
Zum Thema Verbrauch ...R4 , Fiat, Autobianchi, R5, .. im üblichen Alltsgsbetrieb konntest du schon damals von den Werten BleifußGünzlers ca 2 L abziehen.
Selbst mit 18 bzw als junger Autofahrer, hab ich mit dem R6 u Fiat 127 naximal 7,5 Verbraucht, im Schnitt weniger, mit nem R4 um 6, .., Ein intakter 1200er Käfer braucht im Schnitt knapp 8 L, mein Minimum auf Reisen waren 6,2 .
Ein 2CV oder Golf 1 Diesel zwischen 4,5 u 5,5
Natürlich ohne den Luxus, das Gewicht u die Sicherheit moderner Fahrzeuge .. aber auch ohne das elekrotische Geklimper u hineinregeln oder gar die Gefahr gehackt zu werden
Mein erstes Auto 1984 war ein R 5 TL von 1977 in Rot. Der Schaltknüppel war schon in die Mitteltraverse verlegt worden, aber die Rostprobleme hatten sie nicht im Griff. 1985 mußte ich 1,5 qm2 Bleche im Boden einschweissen, vorher war der Boden derart durchlöchert, dass ein verlorenes Feuerzeug direkt auf der Strasse landete. Der Wagen war von Innen enorm laut und das Plastik war völlig ungenau eingebaut. Eine durchgebrannte Zylinderkopfdichtung trennte uns 1986. Danach bekam ich einen Opel Kadett B LS von 1973 geschenkt, den ich bis 1990 fuhr, bis mir Jemand ins Heck donnerte.
Fahre heute noch drei R5. 1977, 1982, 1984. Alle haben weitgehend die 150K Grenze überschritten, die 84er nähert sich von der 300K Stufe. Natürlich gab es Rostprobleme die man mit heutigen Schutzlacken locker und dauerhaft beheben kann. R5 aus dem Mittelmeerraum sind öfters Rostfrei oder sehr oberflächlich angegriffen. Mechanisch betrachtet sind die Aggregate sehr zuverlässig.
Ich kaufte 1977 einen neuen Renault 5 TS in schwarz mit Silberstreifen und einem silbernen TS - Schriftzug. Er hatte 64 PS und war "sauschnell" und schön ! Er kostete GENAU (!) 10.000 DM . Bei Regen war er zu leicht, ständig drehten die Antriebsräder durch, besonders auf der Autobahn in Spurrillen. Da konnte man dann nur 80 km/h fahren und die LKW drängelten. Es folgte dann der 1. 3er BMW, der war noch schneller!