Wie Technik den Holocaust ermöglichte: Topf & Söhne, die Ofenbauer von Auschwitz | Terra X

Terra X History

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Ein deutsches Familienunternehmen aus Erfurt wird zum Mitwisser und Mittäter im Holocaust: Topf & Söhne liefert die Öfen für die Krematorien von Auschwitz und entwickelt sie im Austausch mit der SS immer weiter.

Was als Technik für zivile Feuerbestattung beginnt, wird im Nationalsozialismus zum Werkzeug der Vernichtung. In Auschwitz-Birkenau dienen die Öfen dazu, die Spuren des Massenmords an über einer Million Menschen zu beseitigen. Die Ingenieure wissen, wofür ihre Anlagen eingesetzt werden – und arbeiten dennoch weiter.

Die Geschichte von Topf & Söhne führt zu der Frage: Wie können Menschen im beruflichen Alltag Teil eines Verbrechens werden – und welche Verantwortung tragen sie für das, was ihre Arbeit möglich macht?

Terra X geht diesen Fragen nach und zeigt, wie Technik zum Instrument eines beispiellosen Verbrechens werden kann.

Dieses Video ist eine Produktion des ZDF, in Zusammenarbeit mit Bilderfest.

Mit besonderem Dank an das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau für die Unterstützung der Dreharbeiten vor Ort.

//Team//
Autor:  Danilo Gerul
Schnitt:  Ariel Sages
Kamera: Max Leitmeier
Grafik: Kathi Weiss
Sprecher: Tillmann Graach

//Kapitel//
00:00 Intro
01:59 Die Geschichte von Topf & Söhne
06:15 Topf & Söhne nach Machtübernahme & Kriegsbeginn
09:43 Lagerplanung mit Krematorien und Öfen
12:28 Die Rolle von Topf & Söhne ab 1940
13:30 Entstehung und Arbeitsweise von Auschwitz-Birkenau
19:25 Zeugenberichte
23:53 Dokumentation durch die SS-Zentralbauleitung
26:52 Kriegsende und Zustand bei Befreiung
27:45 Was passierte mit Verantwortlichen von Topf & Söhne?

Quellen:
*1 Schüle, Annegret: Industrie und Holocaust. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz. Wallstein, Göttingen 2010.
*2 Pressac, Jean-Claude: Die Krematorien von Auschwitz. Die Technik des Massenmordes. Piper, München 1994.
*3 Bartosik, Igor: Witnesses from the Pit of Hell. History of the Auschwitz Sonderkommando. Auschwitz-Birkenau State Museum, Oświęcim 2022.
*4 Bartosik, Igor: I Was at the Auschwitz Crematorium. A Conversation with Henryk Mandelbaum. Auschwitz-Birkenau State Museum, Oświęcim 2011.
*5 Müller, Filip: Sonderbehandlung. Drei Jahre in den Krematorien und Gaskammern von Auschwitz. Steinhausen, München 1979.
*6 Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau: „Stop Denial“.
Überblick über historische Fakten, Dokumente und Belege zur Widerlegung von Holocaust-Leugnung:
https://www.auschwitz.org/en/stop-den... (abgerufen am 28.04.2026)


Bildquellen:
United States Holocaust Memorial Museum
National Archives & Records Administration
Yad Vashem
Archiv des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau in Oświęcim
Landesarchiv Thüringen – Hauptstaatsarchiv Weimar
Polizeigeschichtliche Sammlung, Meiningen
Stadtarchiv Erfurt: 6-0/27 A7-029, 6_0/27 A1-007
Sammlung Erinnerungsort Topf & Söhne
Privatarchiv Dieter Lux
Der Spiegel
Getty Images
Wikimedia Commons
Mémorial de la Shoah / Coll.David Olère

Interview mit Filip Müller:
Created by Claude Lanzmann during the filming of Shoah.
Used by permission of the United States Holocaust Memorial Museum and
Yad Vashem, the Holocaust Martyrs and Heroes’ Remembrance Authority, Jerusalem

Bildarchiv des Bundesarchivs:
NS 4 Mauthausen/54
Bild 152-01-26
Bild 152-23-07A
BDC-SS-HO 3381

Filmarchiv des Bundesarchivs:
Ufaton-Woche Nr. 470 / 1939 (Filmwerk ID: 580)
Dasein ohne Leben (Filmwerk ID: 5886)
Die Deutsche Wochenschau Nr. 725 / 1944 (Filmwerk ID: 3995)
Auschwitz (Oświęcim) (Filmwerk ID: 21322)

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