Ich habe diese Seite erst heute gefunden, damals in der Virchhowstrasse gewohnt als kleines Kind mit 4 Jahren, neben uns die Grenzkaserne, bin auch in den Kindergarten gegangen direkt am Bahnhof Griebnitzsee. Wenn der Ball über den Zaun ging, haben manchmal die Grenzer den Ball zurück geworfen. Direkt dahinter liefen die scharfen Hunde, da gabs den Ball nicht wieder. Damals hat man sich daran gewöhnt, obwohl man das nicht verstanden hat. Bin letztens wieder durch die Strasse gelaufen, das war so ein schönes Gefühl, kein Passierschein und einfach so durch, das gab es damals leider nicht. Ich bin so froh darüber...
Danke für diese Bilder ! Danke für diese Erinnerung an eine der aufregendsten Zeiten voller Aufbruch und Hoffnung. Ich lebte von 88 bis 91 in Babelsberg und habe das genauso erlebt wie Ihre Bilder es zeigen. Es gab die Zeit davor , wo sich ohne Passierschein niemand in die Nähe dürfte ohne weggefangen zu werden. Mit Fotoapparat in der Tasche wurde man der Spionage bezichtigt. Dann kam die Zeit unmittelbar nach dem 9.November1989, wo niemand wusste wie die noch verbliebenen Grenzer reagieren würden. Und dann waren plötzlich alle Grenzer augenscheinlich verschwunden und die Tore zum und innerhalb des Todesstreifen standen offen. Wir hatten keine Ahnung welche Gefahren noch lauern könnten und fuhren soweit wir konnten mit dem Trabant im Mauerstreifen entlang. Total leichtsinnig fuhren wir dort umher und kamen über eine Art Behelfsbrücke der Grenztruppen bis nach Wannsee und entdeckten völlig fasziniert Reste einer ehemaligen Autobahn und Brücke direkt hinter dem damaligen Grenzübergang Dreilinden. Dort drehten wir um und fuhren in der Dunkelheit zurück. Es war die freieste Zeit meines Lebens und bleibt unvergessen.
Danke für diese wichtigen Zeitdokumente. Ich habe solche Bilder nie zuvor gesehen. Heute ist dies eine wunderbare Gegend, bilderbuchartig. Für uns aus dem Westen sind das bedrückende Aufnahmen.
Danke für die Dokumentation. Wir sind im Juni 25 mit der Weißen Flotte in Potsdam unterwegs gewesen, und es ist nicht mehr erlebbar, wie grausam diese Grenze war.