Sehr großen Dank für das Video, denn hier werden gleich mal eine Menge Glanzpunkte Deutscher Eisenbahngeschichte befahren, leider ohne Kommentar, so das es die meisten nicht mitbekommen, ich aber schon, denn ich bin in Zwickau geboren und bin jetzt Geraer. Die erste Seltsamkeit ist die Krux mit den Plauener Bahnhöfen, da gibt es den oberen und den unteren und die waren zu DDR Zeiten nicht verbunden mit der Eisenbahn. Ursache dieser seltsamen Angelegenheit ist das Gelände und die noch existierende Kleinstaaterei beim beginn des Baues der Eisenbahnlinien. Es war also auf diesen Weg nicht möglich von Zwickau nach Brambach zu fahren, das ging damals nur über Wünschendorf ins Elstertal und dann über Greiz , Elsterberg, Plauen unterer Bahnhof nach Brambach. Der Obere Bahnhof wurde von der Hauptstrecke Leipzig - Werdau - Hof - Nürnberg - München gebaut, weil diese Strecke entlang der Höhenzüge gebaut wurde um das Vogtland / Schiefergebirge überwinden zu können, dabei wurden die 2 Weltgrößten Backsteinbrücken gebaut, von 1846 bis 18 49 / 51 , die kleinere bei Jocketa über die Elster, die große die Göltschtalbrücke über die Göltsch bei Netschkau. Das interessante dabei ist , das entlang der Elster die Eisenbahnstrecke Gera - Greiz _ Elsterberg - Plauen unterer Bahnhof _ Bad Brambach verläuft, eben entlang der Elster, das bedeutet das diese Eisenbahnlinie durch die Jocketabrücke überspannt wird, oben ist die elektrifizierte Hauptstrecke nach Hof über Plauen oberer Bahnhof und unten die zu Plauen unterer Bahnhof, und damit wird klar warum es diese 2 Bahnhöfe gibt, Höhendifferenz über 100 Meter, darum gab es damals da keine Eisenbahnverbindung, ein normales Umsteigen war damals so einfach nicht möglich, denn wollte man von Gera zum Plauen oberer Bahnhof musste man erst nach Zwickau, da gab es damals 2 Varianten, jetzt nur noch eine. Jetzt sind wir aber doch am Plauen oberer Bahnhof angekommen, das ist entweder ein Neubau diese Auskupplung ist im Video zu erkennen, oder eine Ertüchtigung, weil dieses Gebiet damals Grenzsperrgebiet war, denn die Eisenbahn fährt unter eine Steinerne Autobahnbrücke hindurch, die ist bei Pirk und war zu DDR Zeiten unfertig, also schon im 3. Reich unfertig, sie wurde erst nach der Vereinigung im Zuge des Infrastrukturprogramms Vereinigung fertig gebaut und damit auch diese Eisenbahn-Spange die heute den Wechsel vom oberen zum unteren und umgekehrt ermöglicht, was sonst nicht ginge, denn die Pirk ist ein Nebenfluss der Elster und über ihr Tal gelangt man sanft zum unteren Bahnhof in Plauen oder umgekehrt zum oberen. Und damit konnte zum oberen Bahnhof gewechselt werden um dann die Jocketabrücke zu überqueren und danach die Göltschtalbrücke, nur mal am Rande, da fahren die heutigen Züge genau so darüber wie die damaligen, nur sind die heutigen 10 mal schneller und bis zu 100 mal schwerer, die Ingenieure hatten irgendwie Weitblick und die Finanziers auch, und heute ? Doch es kommen noch einige interessante Details, denn würden wir auf dieser Strecke bleiben kämen wir nicht nach Zwickau, das wurde erst um 1870 herum möglich mit der Konstruktion dieses Eisenbahndreiecks bei Neumark - Lichtentanne - Steinbleis, damit wurde das sächsische Eisenbahndreieck komplett, dessen Endpunkte Leipzig _ Dresden - über Chemnitz - Zwickau mittels des genannten Gleisdreieckes verbunden war, somit konnte die Bahn auf die Überfahrt nach Zwickau wechseln, das ging auch schon 1968 genau so, nur mit Dampflokomotiven und E. Loks im Wechsel , weil die Strecke nach Plauen oberer Bahnhof über Reichenbach da noch nicht elektrifiziert war, dagegen die Überfahrt nach Leipzig schon, haben wir als Kinder immer aufgepasst. Das aller seltsamste kommt aber noch, denn der Zug verwandelt sich hinter den Zwickau Hbf. in eine Straßenbahn, das macht er nicht materiell sondern juristisch, zu erkennen das er sich fein säuberlich an die Signale der Straßenbahn hält. Diesen Schachzug hat Zwickau in den 90 iger Jahren gewagt, indem existierende Infrastruktur angepasst wurde, so ist wohl Zwickau die einzige Stadt sofern ich das weis, wo es sowas gibt, das man mit einer Juristischen Straßenbahn losfährt, dann zu einen Regionalzug wird, der auf einen Hauptstreckenteil zu einen Schnellzug mutiert um dann wieder eine Regionalbahn zu werden, wenn man in Zwickau Hauptmarkt, also wirklich mitten im alten Stadtzentrum losfährt, hoch interessant, was nach der Wende alles ging und keiner hat da die EU gefragt. Interessant ist ja auch der 3 Schienen Teil, weil die Straßenbahn in Zwickau Meterspur hat und das es juristisch möglich ist das dieser Zug mit den Straßenverkehrs Signalen die 2 meistbefahrenen Straßen von Zwickau quert, was doch alles so geht, ob das heute noch ginge ?
Sehr schönes Video, sehr gut farblich und in einem scharfen Kontrast. Noch schöner wäre die Haltestellenangabe einzublenden. Wenn es nach Zwickau reingeht, könnten auch die Straßennahmen eingeblendet sein. Man fahrt durch das Vogtland, weiß aber nicht wo man sich befindet. Kann man doch nachträglich einfügen, oder ? Dann wird das Video Extraklasse.
Ładne nagranie z Vogtlandu. Widzę, że w Jockecie się zmieniło, odnowione torowisko na moście i ogólnie ten szlak kolejowy jest elektryfikowany. kilkanaście lat temu jak tam byłem to było bez druta. I jeszcze jedno, wjazd szynobusem na szlak tramwajowy w mieście Zwickau robi wrażenie. Jedyne chyba takie miejsce w Niemczech jak dobrze myślę. Pozdrawiam.
Ein herrliches Video von der Bahnstrecke aus meiner Heimat. Habe mich als Exil-Vogtländer und Jetzt-Thüringer gefreut, die Orte meiner Kindheit mal aus einer anderen Perspektive zu sehen. Speziell am Bahnübergang am Kilometer 37,2 ist im Hintergrund mein Elternhaus zu sehen. Am Bahnübergang stand damals noch ein schönes sächsisches Bahnwärterhäuschen (Posten 30) und meine Oma hat dort noch mit über 70 Jahren ihren Dienst getan. Als Knirps mit 5 Jahren hatte ich immer großen Respekt, als die G12 vom BW Adorf bergwärts vorbeigedonnert ist. Die Bahnhöfe haben sich gegenüber früher stark verändert und vieles ist verschwunden, auch meine Ausbildungsstätte, das BW Reichenbach ist nicht mehr vorhanden ☹. Aber wichtig ist, dass die Strecke überhaupt noch existiert und ich werde sicher demnächst wieder bei einer Sonderfahrt dabei sein.... Vielen Dank für die Veröffentlichung!!!
Fahr die Strecke wirklich gern, vor allem weil meine Uroma aus Bad Brambach kommt und dort gewohnt hat, in einem gemütlichen Ziegelbau mit dem Garten direkt davor. Nur blöd das der Zug meist alle 4 Stunden kommt.
Alles sehr trostlosgeworden und die Bf. einfach schrecklicher Anblick, da war vor der Wende noch was los auf den Schienen... Ging viel verloren, und wenig gewonnen... Aber Danke für den Einblick in meine Heimat. 1977 fing ich an bei der DR Bf. Reichenbach Vogtl. ob. Bf.