Hochpotente Opioide wie Fentanyl haben in Nordamerika Tausende Menschenleben gekostet. Nun erreichen diese gefährlichen Substanzen Europa. Kann das erfolgreiche Schweizer Vier-Säulen-Modell eine ähnliche Katastrophe verhindern?
Als Fentanyl vor zehn Jahren plötzlich in Vancouver aufgetaucht ist, gab es keine Warnung. Innerhalb kürzester Zeit hat es Heroin weitgehend vom illegalen Drogenmarkt verdrängt. Die Folge: Die Zahl von Menschen, die an einer Überdosis gestorben sind, stieg dramatisch an. «Ich bete dafür, dass Europa nicht in dieselbe Situation gerät wie wir», sagt der kanadische Suchtmediziner Paxton Bach. «Aber ich fürchte: es ist nur eine Frage der Zeit.»
Inzwischen verbreiten sich auch in Europa hochpotente synthetische Opioide wie Nitazene. Sie werden über das Internet verkauft, Heroin oder Tabletten beigemischt und teilweise konsumiert, ohne dass die Betroffenen davon wissen. Schon kleinste Mengen können eine tödliche Überdosis auslösen.
In Deutschland zeigt sich bereits, wie grundlegend sich der Drogenmarkt verändert. Kliniken behandeln zunehmend jüngere Konsumierende; zugleich verlagert sich der Handel von der Strasse ins Internet. Über soziale Netzwerke, Messenger und Onlineshops lassen sich die Substanzen mit wenigen Klicks nach Hause bestellen. Dadurch werden Konsumierende für klassische Hilfsangebote schwerer erreichbar und neue Entwicklungen auf dem Markt sind schwieriger zu erkennen.
Seit der Auflösung der offenen Drogenszenen am Zürcher Platzspitz und Letten gilt die Schweiz weltweit als Vorbild einer pragmatischen Drogenpolitik. Konsumräume, Substitutionsprogramme, Drug-Checking und Frühwarnsysteme sollen verhindern, dass aus einzelnen Fällen eine neue Krise entsteht. Doch hält das Erfolgsmodell der 1990er Jahre einem globalisierten, synthetischen Drogenmarkt stand?
#nzzformat #fentanyl #fentanylcrisis #drug #drugaddiction #drogenpolitik #dokumentation #opioidcrisis #opioidepidemic #opioids #drugsafety
00:00 Fentanyl: Droht Europa eine neue Drogenkrise?
01:24 Vancouver: Wie Fentanyl das Leben von Abhängigen zerstört hat
06:32 Platzspitz und Letten: Was die Schweiz aus der Drogenkrise gelernt hat
10:27 Leben mit Fentanyl: Warum Betroffene die Droge konsumieren
14:21 Das Vier-Säulen-Modell: Wie die Schweiz Suchtkranken hilft
22:34 Warum Fentanyl Vancouvers Hilfssystem an seine Grenzen bringt
25:01 Drug-Checking und Konsumräume: Wie die Schweiz den illegalen Drogenmarkt kontrolliert
33:05 Nitazene in Deutschland: Junge Konsumenten und tödliche Überdosen
37:30 Drogen im Internet kaufen: Ein Markt ausser Kontrolle
41:13 Zürichs neue Drogenszene: Wer durch das Hilfsnetz fällt
45:44 Was gegen die Drogenkrise hilft
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Hochpotente Opioide wie Fentanyl haben in Nordamerika Tausende Menschenleben gekostet. Nun erreichen diese gefährlichen Substanzen Europa. Kann das erfolgreiche Schweizer Vier-Säulen-Modell eine ähnliche Katastrophe verhindern?
Als Fentanyl vor zehn Jahren plötzlich in Vancouver aufgetaucht ist, gab es keine Warnung. Innerhalb kürzester Zeit hat es Heroin weitgehend vom illegalen Drogenmarkt verdrängt. Die Folge: Die Zahl von Menschen, die an einer Überdosis gestorben sind, stieg dramatisch an. «Ich bete dafür, dass Europa nicht in dieselbe Situation gerät wie wir», sagt der kanadische Suchtmediziner Paxton Bach. «Aber ich fürchte: es ist nur eine Frage der Zeit.»
Inzwischen verbreiten sich auch in Europa hochpotente synthetische Opioide wie Nitazene. Sie werden über das Internet verkauft, Heroin oder Tabletten beigemischt und teilweise konsumiert, ohne dass die Betroffenen davon wissen. Schon kleinste Mengen können eine tödliche Überdosis auslösen.
In Deutschland zeigt sich bereits, wie grundlegend sich der Drogenmarkt verändert. Kliniken behandeln zunehmend jüngere Konsumierende; zugleich verlagert sich der Handel von der Strasse ins Internet. Über soziale Netzwerke, Messenger und Onlineshops lassen sich die Substanzen mit wenigen Klicks nach Hause bestellen. Dadurch werden Konsumierende für klassische Hilfsangebote schwerer erreichbar und neue Entwicklungen auf dem Markt sind schwieriger zu erkennen.
Seit der Auflösung der offenen Drogenszenen am Zürcher Platzspitz und Letten gilt die Schweiz weltweit als Vorbild einer pragmatischen Drogenpolitik. Konsumräume, Substitutionsprogramme, Drug-Checking und Frühwarnsysteme sollen verhindern, dass aus einzelnen Fällen eine neue Krise entsteht. Doch hält das Erfolgsmodell der 1990er Jahre einem globalisierten, synthetischen Drogenmarkt stand?
#nzzformat #fentanyl #fentanylcrisis #drug #drugaddiction #drogenpolitik #dokumentation #opioidcrisis #opioidepidemic #opioids #drugsafety
00:00 Fentanyl: Droht Europa eine neue Drogenkrise?
01:24 Vancouver: Wie Fentanyl das Leben von Abhängigen zerstört hat
06:32 Platzspitz und Letten: Was die Schweiz aus der Drogenkrise gelernt hat
10:27 Leben mit Fentanyl: Warum Betroffene die Droge konsumieren
14:21 Das Vier-Säulen-Modell: Wie die Schweiz Suchtkranken hilft
22:34 Warum Fentanyl Vancouvers Hilfssystem an seine Grenzen bringt
25:01 Drug-Checking und Konsumräume: Wie die Schweiz den illegalen Drogenmarkt kontrolliert
33:05 Nitazene in Deutschland: Junge Konsumenten und tödliche Überdosen
37:30 Drogen im Internet kaufen: Ein Markt ausser Kontrolle
41:13 Zürichs neue Drogenszene: Wer durch das Hilfsnetz fällt
45:44 Was gegen die Drogenkrise hilft
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Heute bin ich Substituiert, aber lebe normal. Nicht viel Geld aber es geht. Guten Kontakt zu den Kindern....
Bin froh das wir so ein System haben sonst wäre ich wohl tot