Fassen wir zusammen: Sie haben diese Indizien: 1) Ein Zug ballert über mehrere Halt zeigende Signale 2) Der Tf des Zuges setzt 2 Notrufe ab 3) Der Einzelruf endet mit dem Satz "Ich geh gleich über deinen Prellbock hier" und fürchterlichem Lärm 4) Der zweite Einzelruf kann nicht aufgebaut werden 5) Mehrere Weichen zeigen Auffahrmeldungen
Was könnte passiert sein: A) Es gab einen fürchterlichen Unfall. B) Der Tf ist doof und setzt Notrufe aus Langeweile ab
Ich bin immer noch fassungslos, sowohl über das Verhalten des FDL als auch der BEU.
Der Tf sendet zwei Notrufe und das erste was dem FDL in den Sinn kommt ist den anzuschnauzen, dass der ein Signal überfahren und ihn mit Notrufen genervt hat? Wir unqualifiziert kann man eigentlich für einen Job sein?
Und dann die BEU: So ein Verhalten gegenüber Tf hat ja schon durchaus zu noch schwereren Unfällen geführt. Ich sag nur Dieburg oder Meerbusch. Auch da wurden die Tf als unfähig abgestempelt und deren Angaben keinen Glauben geschenkt. Schon angesichts dessen ist es einfach nur grotesk, dass das Verhalten des FDL als offenbar völlig normal angesehen wurde.
Hat der FDL einen Gefallen bei der BEU eingelöst? Da macht ein Zug zwei erfolglose Notrufe und nachdem der Notruf endlich zustande kommt, kommen bloß dumme Kommentare vom FDL, der Tf ruft mehr oder minder nach Hilfe und dann ist der Tf nicht mehr erreichbar. Daraufhin schickt der FDL keine Notfallkräfte los?
Meine Lieblingsformulierung, @21:11 "... mit der dem Eisenbahnbetrieb innewohnenden Raschheit, jedoch ohne Überstürzung ... nur den Notfallmanager, aber keine Feuerwehr" Danke Alwin, du machst aus einem Bericht ein Kulturgut.
Am Tage dieses Zugunglücks hatte ich Dienst und stand mit meinem Güterzug in Eilsleben kurz nach dem das Unglück passierte. Ich hatte mich über einen plötzlichen Abfall der Oberleitungsspannung und sogar mehrfache Hauptschalterauslösungen kurz hinter Helmstedt gewundert. Bis der Fahrdienstleiter auf meine Nachfrage hin erzählte, dass man in Dreileben von einer Entgleisung ausging. 😮
Laut der Handlungshilfe zum Melden gefährlicher Ereignisse (Abrufbar im Internet) ist ein „Schwerverletzter in diesem Sinne [...] jede verletzte Person, die nach einem Unfall für mehr
als 24 Stunden in ein Krankenhaus eingewiesen wurde, mit Ausnahme von Personen, die
einen Suizidversuch unternommen haben."
Was ich auch noch erwähnenswert gefunden hätte: Der Zug ist um 10:10 mit 88km/h überd ESig geschossen, während genau vor ihm zur gleichen Zeit die RB die Ausfahrt hatte und abgefahren ist. Der muss einem Zusammenstoß mit der RB auch nur um Sekunden entgangen sein.
Wenn ich direkt hintereinander zwei Weichen mit Auffahrmeldung habe, muss mir als Fdl klar sein, dass da was entgleist ist. Ich hatte in meiner bisherigen Karriere als Fahrdienstleiter drei entgleiste Rangierfahrten (zwei Mal aufgelegte Gleissperre, ein Mal laufunfähige Wagen bewegt) und jedes Mal wusste ich schon vor dem Gespräch mit dem Tf, dass da was nicht mehr auf den Gleisen ist. Wie der Kollege hier in dem Fall gehandelt hat, macht mich ehrlich gesagt fassungslos. Alleine die Kommunikation während des Unfalls ist wirklich übel
Ich bin an dem Tag mit der RB 16415 von Helmstedt nach Magdeburg gefahren. Als ich wieder nach Hause wollte, habe ich mich noch über den mangelhaften Informationsfluss in Magdeburg und den SEV aufgeregt, bis ich später erfahren habe, wieviel Glück ich ein paar Stunden vorher hatte. War dann schon ein echt mieses Gefühl, zu erfahren was da hinter mir passiert ist... Zum Glück, und das war auch das, was an dem tag noch erfahren habe, konnte sich der TF selber aus "dem Haufen" befreien. Und danke, danke, danke für das erste Trinkspiel, für das ich einen persönlichen Bezug habe! Da habe ich nicht mit gerechnet...
Diese Manometer befinden sich in pneumatischen Ventilgruppen unterhalb von Fahrgastsitzen. Da diese von einer abschließbaren "Kiste" umgeben sind, werden sie hier Sitzkisten, oder eigentlich Untersitzkästen genannt
Dieser Bericht weist einfach nur mal wieder sehr deutlich darauf hin, dass scheinbar intern gerne mal miteinander ein Bierchen getrunken wird …! Alleine bei dem Verhalten des FDL, welches gerade mit der Zentralisierung und ganz besonders im Bereich Ost an der Tagesordnung ist, geht einfach mal garnicht. Anstatt sich über den Sachverhalt kundig zu machen schnauzt man erstmal den Kutscher an, warum er sich denn erdreistet, einen NOTRUF abzugeben. Mal ganz davon abgesehen, dass diese Funktion nicht ohne Grund so heißt, lautet die Verfahrensweise im Regelwerk ganz anders. Und das ist, wie auch im Video zu „hören“ nicht zulässig. LG und auf weitere Videos 😊
Da bin ich ja mal gespannt, ich bin beim lesen mehrfach fast vom Stuhl gefallen... Leider muss ich heute Abend selbst fahren sodass ich bei der Premiere selbst nicht anwesend sein kann und ich habe wenig Lust Protagonist in einem Trinkspiel zu werden :-D
Der Beschädigte ET stand noch ewig dort. Beim Abschleppen ist das Hilfsdrehgestell in Helmstedt entgleist und das wurde erst in Frellstedt bemerkt. Sämtliche Schwellen sind dafurch beschädigt wurden. Zählen die Kosten der Rep. Zu den Unfallkosten ?
Trinkspiel: Auf der Leitung stehen in Dreileben-Drackenstedt
1) Ein Zug ballert über mehrere Halt zeigende Signale
2) Der Tf des Zuges setzt 2 Notrufe ab
3) Der Einzelruf endet mit dem Satz "Ich geh gleich über deinen Prellbock hier" und fürchterlichem Lärm
4) Der zweite Einzelruf kann nicht aufgebaut werden
5) Mehrere Weichen zeigen Auffahrmeldungen
Was könnte passiert sein:
A) Es gab einen fürchterlichen Unfall.
B) Der Tf ist doof und setzt Notrufe aus Langeweile ab
Fdl: B. Auf jeden Fall B!