Am Ufer des Laacher Sees blubbert das Wasser. Nicht an einer Stelle und nicht bei Sturm, sondern ständig. Was dort aufsteigt, ist kein Sumpfgas, sondern Kohlendioxid aus großer Tiefe.
Der See hat außerdem keinen natürlichen Abfluss. Sein heutiger Wasserstand geht auf einen Stollen zurück, den Mönche im zwölften Jahrhundert mit Hammer und Meißel durch den Fels getrieben haben. Seine Asche liegt in Böden von Norditalien bis Südschweden und dient Geologen als Zeitmarke für halb Europa. Und einmal hat dieser See den Rhein gestoppt: Glutlawinen sperrten das Tal, oberhalb staute sich ein See, und als die Sperre brach, lief eine Flutwelle talabwärts.
Zweitausendeinundzwanzig haben Forscher das Datum dieses Tages um hundertsechsundzwanzig Jahre verschoben — anhand verkohlter Bäume, die unter der Asche liegen. Zwei Jahre später erschien ein Einwand gegen diese Datierung. Der Streit ist bis heute nicht entschieden, und im Video wird das auch so gesagt.
In diesem Video: neun Rätsel, eins nach dem anderen, mit Quellen im Bild und ohne Ausschmückung.
Quellen:
· Reinig et al., Nature (2021): «Precise date for the Laacher See eruption synchronizes the Younger Dryas»
· Nature (2023): Kommentar zum möglichen Einfluss magmatischen CO₂ auf die Datierung, mit Erwiderung der Autoren
· Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz: Mofetten und Gasaustritte in der Eifel
· Untersuchungen zur Laacher-See-Tephra als chronostratigraphischem Leithorizont in Europa
· Arbeiten zu tieffrequenten Erdbeben unter der Eifel
· Geodätische Auswertungen zur Hebung der Eifel
· Abtei Maria Laach: Dokumentation zum Fulbert-Stollen
Die Bilder in diesem Video sind illustrierende Rekonstruktionen, kein Originalmaterial.
Warst du schon am Laacher See? Schreib in die Kommentare, in welchem Jahr und an welcher Stelle am Ufer du die Blasen gefunden hast.
#LaacherSee #Eifel #Deutschland
Am Ufer des Laacher Sees blubbert das Wasser. Nicht an einer Stelle und nicht bei Sturm, sondern ständig. Was dort aufsteigt, ist kein Sumpfgas, sondern Kohlendioxid aus großer Tiefe.
Der See hat außerdem keinen natürlichen Abfluss. Sein heutiger Wasserstand geht auf einen Stollen zurück, den Mönche im zwölften Jahrhundert mit Hammer und Meißel durch den Fels getrieben haben. Seine Asche liegt in Böden von Norditalien bis Südschweden und dient Geologen als Zeitmarke für halb Europa. Und einmal hat dieser See den Rhein gestoppt: Glutlawinen sperrten das Tal, oberhalb staute sich ein See, und als die Sperre brach, lief eine Flutwelle talabwärts.
Zweitausendeinundzwanzig haben Forscher das Datum dieses Tages um hundertsechsundzwanzig Jahre verschoben — anhand verkohlter Bäume, die unter der Asche liegen. Zwei Jahre später erschien ein Einwand gegen diese Datierung. Der Streit ist bis heute nicht entschieden, und im Video wird das auch so gesagt.
In diesem Video: neun Rätsel, eins nach dem anderen, mit Quellen im Bild und ohne Ausschmückung.
Quellen:
· Reinig et al., Nature (2021): «Precise date for the Laacher See eruption synchronizes the Younger Dryas»
· Nature (2023): Kommentar zum möglichen Einfluss magmatischen CO₂ auf die Datierung, mit Erwiderung der Autoren
· Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz: Mofetten und Gasaustritte in der Eifel
· Untersuchungen zur Laacher-See-Tephra als chronostratigraphischem Leithorizont in Europa
· Arbeiten zu tieffrequenten Erdbeben unter der Eifel
· Geodätische Auswertungen zur Hebung der Eifel
· Abtei Maria Laach: Dokumentation zum Fulbert-Stollen
Die Bilder in diesem Video sind illustrierende Rekonstruktionen, kein Originalmaterial.
Warst du schon am Laacher See? Schreib in die Kommentare, in welchem Jahr und an welcher Stelle am Ufer du die Blasen gefunden hast.
#LaacherSee #Eifel #Deutschland