DIYagnose »Autismus« – Die problematische Seite der medizinischen Labels

Undine

Undine

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Auf TikTok und Co. findet man neuerdings "Illness Influencer"... wobei, nein, Krankheit, Syndrom oder Störung, das böse nono-Wörter. Die nicht sagen. Lieber bezeichnet man sich als "divers" = früher "divergent", jetzt auch schon wieder out, da der belanglose und beliebige Quatsch ja gewechselt wird wie die Unterhosen und die geschl. Identitäten, kennt man ja.

0:00 Bla bla, Intro
0:31 Intention des Videos
3:00 Das Asperger-Syndrom
3:39 Klinische Terminologie und Denkweisen verstehen
4:31 Klinisches Erscheinungsbild AS
5:10 "neurologisch" vs "psychologisch" = eigentilch Nonsens
5:55 Schwingungsfähigkeit von Aspergern, Sprache, IQ etc
7:17 Komorbiditäten
7:46 Die Autismus-Diagnostik
9:19 "Asperger" = böses Wort, finden DIYagnostiker
10:02 ICD-XI
10:48 Diagnostik heute, Besonderheiten der
11:49 Autisten haben klare Defizite und sind nicht "normal"!
13:03 Weitere Einschränkungen zum Diagnostizieren
13:57 Kurze Zusammenfassung & wichtiger Hinweis
15:18 "Masking"-Geschwurbel: Man musst nicht autistisch "wirken" (aka SEIN) um eine Diagnose zu erhalten?
16:35 Wir sind jetzt "neurodivers" (dumm)
16:55 Die Diagnosen-Neurose
18:15 Neulogisch anders = sexy, psychisch gestört = unsexy
19:40 Differentialdiagnostik
21:40 Autismus ist definitiv weniger stigmatisiert als die ganzen Faker behaupten
25:01 An die, die sich und andere diagnostizieren bzw. "diagnostizieren"
26:58 ASS vs Persönlichkeitsstörungen
27:42 Die Eltern lügen und sind soooo toxisch, (nur mal selbst checkt alles)
30:00 Die richtige Diagnose ist wichitg, nicht die "schönste" bzw. medienwirksamste
30:42 Fehler in Kliniken und schlechtes überlastetes Gesundheitssystem
32:40 Mentaler Spagat & Red Flags bei Selbstdiagnostizierern (und Patienten, lel)
34:17 Anekdote
35:49 Außenperspektiven zur Diagnostik bereitstellen = gut!
38:14 Typische Kriterien erfüllen ist das, was man WILL. (Davon abweichen heißt nicht betroffen zu sein!)
39:22 Validität von Selbstdiagnosen gibt es zu 99% nicht.
40:17 Prognose von AS
40:31 "Autismus ist keine Krankheit" und andere spannende Ansichten von Selbstdiagnose-Laien mit Arztkomplex
41:18 Warum sind eigentlich immer ADHS und Autismus hot?
43:02 Die Vergabe von "Null-Bock-Diagnosen" ist leider KEINE urban myth
43:54 Mach den Selbsttest zu deiner Diagnose!
48:06 Diese Überzeugtheit von sich selbst und allen die einem zustimmen ist PATHOLOGISCH.
49:42 Skeptisch bleiben.


Wie man merkt habe ich so meine Zweifel an der Internetkultur des sich Labelns, des alles besser Wissens als Leute, die das schon länger machen als es den ICD-XI gibt und angeblich autistischen Influencern, die sofort durchdrehen, wenn man an ihrer coolen "auDHS"-Identity zweifelt... Ist natürlich ableistisch, wenn man das sagt, denn jeder Meltdown, den ein Autist hat, muss ja wegen des Autismus und auf gar keinen Fall zB. aufgrund der eigenen Blödheit sein oder so (v.a. nicht nachdem man ja auch hochsensibel und hochbegabt ist).

Es gäbe noch so viel mehr zu sagen aber naja...

Ehrlich gesagt hoffe ich auf mehr Leute, die sich trauen etwas zu diesem Problem zu sagen. Denn es ist ein Problem. Diese Leute schaden. Diese Leute brauchen andere Hilfe als die, die sie Autisten wegnehmen. Das woke, oft pseudointellektuell motivierte und unnötig politisierte Bestreben, der Menschheit einzureden, dass es mehr Diagnosen gäbe, weil sich mehr Menschen sicher genug fühlen würden zum Arzt zu gehen, halte ich übrigens für ein komplettes Hirngespinst. Nicht nur kann man es bislang longitudinal gar nicht beweisen, diese ganzen Aussagen basieren auf Gutmütigkeit (also Bias) und eine objektive Kontrolle des Gesundheitssystems findet sowieso nicht statt. Die Nicht-Betroffenen (also die ätzenden TikTok-Faker) aber haben im Gegensatz zu ihrer ständigen Behauptung diskriminiert zu werden eigentlich nur Vorteile von (Selbst)diagnosen. Warum? Dadurch, dass sie Faker sind, haben sie ja kaum Symptome einer ASS, d.h. sie kommen vergleichsweise gut klar, auch wenn sie vielleicht unter Persönlichkeitsstörungen leiden, im Hinblick darauf was eine ASS eigentlich ist. Sie fallen anderen Leuten nur auf, wenn sie ihre DIagnose rausposaunen, ansonsten würde es keiner bemerken, weil sie nämlich gar nichts haben. Diese Klientel ist es, die echten Autisten das Leben schwer macht. Sie erzählen Unsinn auf TikTok, Leute sehen das und denken dann womöglich noch, dass Autisten automatisch bescheuert und peinlich sind. Oder noch schlimmer: Weil ja mittlerweile jeder irrelevante Furz als autistischer Trait gilt, halten sie sich vielleicht selbst noch für Teil der Clique.

MIr macht das alles Bauchschmerzen. Ich wünsche mir eine Welt zurück, in der es nicht cool war, gestört zu sein.