6 Lügen, die du für deinen Charakter hältst – Nietzsche

Das Schattenregal

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Zwanzig Tage im Sommer 1887, sechshundert Exemplare, ein Mann, den niemand liest: In „Zur Genealogie der Moral" beschreibt Friedrich Nietzsche einen Vorgang, den er an sich selbst erkannt hat. Nicht dein Charakter ist gelogen — gelogen ist die Reihenfolge. Du glaubst, erst kommt der Wert und dann das Verhalten. Oft kommt zuerst die Niederlage und danach der Wert, der sie erträglich macht. Diese Folge zeigt den Vorgang an sechs Sätzen, die du garantiert selbst schon gesagt hast, und gibt dir drei Proben, mit denen du jeden deiner Werte datieren kannst.

Kapitel:
00:00 Der Satz, den du schon gesagt hast
00:48 Was in diesem Buch steht
02:33 Sils-Maria, 1887
03:33 Das Fundament: die umgekehrte Reihenfolge
05:30 Lüge 1: Die Bescheidenheit
07:16 Lüge 2: Die Prinzipientreue
09:10 Lüge 3: Die Gelassenheit
11:02 Lüge 4: Der Anstand
12:57 Lüge 5: Die Bodenständigkeit
14:49 Lüge 6: Die Vergebung
16:40 Die Auflösung: er hatte es selbst
19:41 Die drei Proben
21:19 Was davon bleibt
22:09 Welche Tugend war es bei dir?

Quellen:
Friedrich Nietzsche, „Zur Genealogie der Moral" (1887, gemeinfrei), Erste Abhandlung · „Ecce homo" (1888 verfasst, 1908 veröffentlicht, gemeinfrei). „Der Wille zur Macht" ist kein von Nietzsche verfasstes Buch, sondern wurde nach seinem Tod aus verworfenen Nachlassnotizen zusammengestellt. Die drei Proben am Ende sind unsere Ableitung, nicht Nietzsches Rezept. Gemälde aus CC0-Quellen (Met, Cleveland, Rijksmuseum)

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