In vielen Familien gab es früher einen Brauch, der heute fast verschwunden ist. Bevor jemand zu einer Reise aufbrach, bekam er an der Tür noch etwas mit. Eine Hand auf der Schulter, einen einzigen Satz. Komm gut an. Pass auf dich auf.
Niemand fragte, ob der Reisende das verdient hatte. Der Segen kam vorher, nicht hinterher.
SEGEN KOMMT VORHER, LOB KOMMT NACHHER
Lob ist eine Antwort auf etwas, das gelungen ist. Segen ist eine Ausstattung für etwas, das noch bevorsteht. Das eine ist Lohn, das andere ist Wegzehrung.
Vor dem Essen, nicht danach. Vor der Reise, nicht bei der Ankunft. Bei einem Neugeborenen, bevor es irgendetwas getan hat. Ein Segen ist nie eine Belohnung, er ist immer ein Vorschuss.
Die meisten Menschen behandeln ihren eigenen Wert trotzdem wie ein Lob. Sie warten bis zum Abend, ziehen Bilanz und entscheiden dann, ob sie heute etwas wert waren. Den ganzen Tag über läuft man auf Probe.
WERT UND PREIS
Ein Preis ist das, was andere gerade zu zahlen bereit sind. Er steigt und fällt mit Nachfrage, Laune und Mode. Ein Wert hängt nicht davon ab, ob gerade jemand danach fragt.
Solange man gebraucht wird, fühlt man sich wertvoll. Dann kommt der Ruhestand, eine Krankheit, oder das Haus wird leiser, und es fühlt sich an, als sei der Wert mitgefallen. Dabei war Wert nie der Lohn für Nützlichkeit. Ein Neugeborenes kann nichts und leistet nichts, und Menschen fahren hunderte Kilometer, nur um es einmal zu halten.
DANKBARKEIT SCHAUT ZURÜCK, SEGEN SCHAUT NACH VORN
Man dankt für etwas, das schon geschehen ist, und man segnet etwas, das erst noch kommt. Deshalb gehört zum Morgen eher der Segen und zum Abend eher der Dank.
Und doch gibt es am Morgen schon etwas zu danken: den Vorschuss selbst. Ein ganzer Tag wird dir in die Hand gelegt, bevor du irgendetwas bewiesen hast.
DER SATZ
Ich gebe diesem Tag meinen Segen.
Das Wort Segen klingt für manche nach Kirche und für andere nach gar nichts mehr. Beides ist in Ordnung. Im Alltag heißt seinen Segen geben schlicht: ich bin einverstanden, und ich wünsche, dass es gut geht. Du kannst dabei an Gott denken oder an niemanden.
DREI SCHRITTE AM MORGEN
Noch im Bett den Vorschuss bemerken: Ich bin aufgewacht, und ein Tag ist mir gegeben.
An der ersten Schwelle dem Tag den Segen geben, bevor du weißt, was er bringt.
Mit der Hand auf dem Brustbein, einen Atemzug lang: Ich darf losgehen, wie ich bin.
WORUM ES AUSSERDEM GEHT
Warum Hilfe anzunehmen eine reife Form von Selbstwert sein kann.
Was der Unterschied zwischen Sorge und Segen ist, wenn ein Mensch, den du liebst, unterwegs ist.
Warum selbst ein schnelles Tschüss ein alter Segen ist.
Und warum ein Segen gerade für schwere Tage gedacht war, nicht für leichte.
SO HÖRST DU ZU
Am besten am Morgen, bevor der Tag richtig angefangen hat. Du musst nichts vorbereiten, es ist ein ruhiges Gespräch mit Pausen. An Morgen, an denen von innen kein Satz kommt, lass die Aufnahme ihn für dich sagen.
WENN DU MAGST
Schreib in die Kommentare, was dir früher jemand mit auf den Weg gegeben hat. Ein Satz, eine Geste, ein Rat. Nur ein paar Wörter, ohne Erklärung.
HINWEIS ZU ECKHART TOLLE
Dieser Kanal ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu Eckhart Tolle, zu Eckhart Teachings oder zu seinen Verlagen. Er wird weder von ihm noch von einer mit ihm verbundenen Person oder Organisation betrieben, beauftragt, geprüft, unterstützt oder genehmigt. Die Themen dieser Aufnahme sind von seiner Arbeit angeregt. Es werden weder Zitate noch Übersetzungen noch Originaltexte von ihm verwendet, weder im Ganzen noch in Auszügen. Der gesamte Text wurde eigenständig verfasst und gibt die Auffassung dieses Kanals wieder, nicht seine.
WICHTIG
Diese Aufnahme dient der Entspannung und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Ein Segen verspricht keinen guten Tag und ändert kein Ergebnis.
Wenn das Gefühl, nichts wert zu sein, über Wochen anhält und alles andere überdeckt, ist das ein Zeichen und kein Urteil über dich. Sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt oder mit einer Beratungsstelle darüber. Dafür gibt es gute Hilfe, und sie zu suchen ist selbst schon ein Akt von Selbstwert. In Deutschland ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar, auch anonym.
#Segen #Dankbarkeit #Selbstwert #Morgenroutine #Affirmationen #Selbstliebe #InnereRuhe #Achtsamkeit #Gelassenheit #EckhartTolle
In vielen Familien gab es früher einen Brauch, der heute fast verschwunden ist. Bevor jemand zu einer Reise aufbrach, bekam er an der Tür noch etwas mit. Eine Hand auf der Schulter, einen einzigen Satz. Komm gut an. Pass auf dich auf.
Niemand fragte, ob der Reisende das verdient hatte. Der Segen kam vorher, nicht hinterher.
SEGEN KOMMT VORHER, LOB KOMMT NACHHER
Lob ist eine Antwort auf etwas, das gelungen ist. Segen ist eine Ausstattung für etwas, das noch bevorsteht. Das eine ist Lohn, das andere ist Wegzehrung.
Vor dem Essen, nicht danach. Vor der Reise, nicht bei der Ankunft. Bei einem Neugeborenen, bevor es irgendetwas getan hat. Ein Segen ist nie eine Belohnung, er ist immer ein Vorschuss.
Die meisten Menschen behandeln ihren eigenen Wert trotzdem wie ein Lob. Sie warten bis zum Abend, ziehen Bilanz und entscheiden dann, ob sie heute etwas wert waren. Den ganzen Tag über läuft man auf Probe.
WERT UND PREIS
Ein Preis ist das, was andere gerade zu zahlen bereit sind. Er steigt und fällt mit Nachfrage, Laune und Mode. Ein Wert hängt nicht davon ab, ob gerade jemand danach fragt.
Solange man gebraucht wird, fühlt man sich wertvoll. Dann kommt der Ruhestand, eine Krankheit, oder das Haus wird leiser, und es fühlt sich an, als sei der Wert mitgefallen. Dabei war Wert nie der Lohn für Nützlichkeit. Ein Neugeborenes kann nichts und leistet nichts, und Menschen fahren hunderte Kilometer, nur um es einmal zu halten.
DANKBARKEIT SCHAUT ZURÜCK, SEGEN SCHAUT NACH VORN
Man dankt für etwas, das schon geschehen ist, und man segnet etwas, das erst noch kommt. Deshalb gehört zum Morgen eher der Segen und zum Abend eher der Dank.
Und doch gibt es am Morgen schon etwas zu danken: den Vorschuss selbst. Ein ganzer Tag wird dir in die Hand gelegt, bevor du irgendetwas bewiesen hast.
DER SATZ
Ich gebe diesem Tag meinen Segen.
Das Wort Segen klingt für manche nach Kirche und für andere nach gar nichts mehr. Beides ist in Ordnung. Im Alltag heißt seinen Segen geben schlicht: ich bin einverstanden, und ich wünsche, dass es gut geht. Du kannst dabei an Gott denken oder an niemanden.
DREI SCHRITTE AM MORGEN
Noch im Bett den Vorschuss bemerken: Ich bin aufgewacht, und ein Tag ist mir gegeben.
An der ersten Schwelle dem Tag den Segen geben, bevor du weißt, was er bringt.
Mit der Hand auf dem Brustbein, einen Atemzug lang: Ich darf losgehen, wie ich bin.
WORUM ES AUSSERDEM GEHT
Warum Hilfe anzunehmen eine reife Form von Selbstwert sein kann.
Was der Unterschied zwischen Sorge und Segen ist, wenn ein Mensch, den du liebst, unterwegs ist.
Warum selbst ein schnelles Tschüss ein alter Segen ist.
Und warum ein Segen gerade für schwere Tage gedacht war, nicht für leichte.
SO HÖRST DU ZU
Am besten am Morgen, bevor der Tag richtig angefangen hat. Du musst nichts vorbereiten, es ist ein ruhiges Gespräch mit Pausen. An Morgen, an denen von innen kein Satz kommt, lass die Aufnahme ihn für dich sagen.
WENN DU MAGST
Schreib in die Kommentare, was dir früher jemand mit auf den Weg gegeben hat. Ein Satz, eine Geste, ein Rat. Nur ein paar Wörter, ohne Erklärung.
HINWEIS ZU ECKHART TOLLE
Dieser Kanal ist unabhängig und steht in keiner Verbindung zu Eckhart Tolle, zu Eckhart Teachings oder zu seinen Verlagen. Er wird weder von ihm noch von einer mit ihm verbundenen Person oder Organisation betrieben, beauftragt, geprüft, unterstützt oder genehmigt. Die Themen dieser Aufnahme sind von seiner Arbeit angeregt. Es werden weder Zitate noch Übersetzungen noch Originaltexte von ihm verwendet, weder im Ganzen noch in Auszügen. Der gesamte Text wurde eigenständig verfasst und gibt die Auffassung dieses Kanals wieder, nicht seine.
WICHTIG
Diese Aufnahme dient der Entspannung und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung. Ein Segen verspricht keinen guten Tag und ändert kein Ergebnis.
Wenn das Gefühl, nichts wert zu sein, über Wochen anhält und alles andere überdeckt, ist das ein Zeichen und kein Urteil über dich. Sprich bitte mit einer Ärztin oder einem Arzt oder mit einer Beratungsstelle darüber. Dafür gibt es gute Hilfe, und sie zu suchen ist selbst schon ein Akt von Selbstwert. In Deutschland ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar, auch anonym.
#Segen #Dankbarkeit #Selbstwert #Morgenroutine #Affirmationen #Selbstliebe #InnereRuhe #Achtsamkeit #Gelassenheit #EckhartTolle